Mittwoch, 29. April 2015

 

 

 

AUFGEMÖBELT 


Auch das bringt ein Umzug mit sich: Möbel die nicht weg sollen aber auch nicht besonders hüsch sind. Was tun? Hübsch mache!. 
Nur lackieren kann ja jeder - dachte ich mir. Deshalb habe ich mich zum ersten Mal an einen Anstrich mit (selbstgemachter) "Kreidefarbe" gewagt...
Warum Kreidefarbe und warum selber machen?

Kreidefarbe gibt der Oberfläche deiner Möbel eine samtige, matte Oberfläche, die mit gewöhnlicher seidenmatter Acrylfarbe allein nicht entsteht. Für den Shabby-Chic-Look ist diese Farbe übrigens die erste Wahl.

Kaufen geht ja immer, aber ich habe Kreidefarbe bisher nur im Internet gefunden. Die bekannteste Kreidefarbe gibt es von Annie Sloan. Es gibt unheimlich schöne Farben von dieser Marke, aber ich finde sie auch unglaublich teuer. 100ml kosten ca. 10€ (je nach Versandkosten). Für mein Regalprojekt habe ich ca 600ml Farbe verbraucht - das hätte ich doch sehr teuer gefunden, für ein Regal vom Sperrmüll. Deshalb habe ich aus Acryllack, Gips und Wasser meine eigene Farbe gemischt. Vom Ergebnis bin ich begeistert!
Du brauchst Acryllack in der Farbe deiner Wahl (Acryllack ist wasserverdünnbar im Gegensatz zu Lack auf Kunstharzbasis!), Gips aus dem Baumarkt und etwas Wasser. 

Das Mischungsverhältnis ist 3 Teile Farbe und 1 Teil Gips. Rühre den Gips zuerst mit etwas Wasser an und mische ihn erst danach in die Farbe. 
Du erhälst eine cremige Konsistenz. Mit Zugabe von mehr Wasser kannst du die Farbe dünnflüssiger machen, wenn du möchtest. Nach dem Anrühren habe ich die Farbe in ein Schraubglas umgefüllt. Da du mehrere Anstriche benötigst (und nicht alle Seiten gleichzeitig gestrichen werden können) kannst du damit deine Farbe vor dem Austrocknen schützen. Der Gips sorgt ansonsten dafür, dass deine Farbe an der Luft ganz schnell eintrocknet und nicht mehr verwendbar ist! Ich habe aus diesem Grund auch immer nur wenig Farbe angerührt und das dann insgesammt dreimal wiederholt. 
Zunächst zeige ich dir unser "Schätzchen": ein altes Büromöbel ohne Schiebetüren mit vielen Macken, Rissen und Wasserflecken. Eine Frischekur ist offensichtlich dringend erforderlich!

Bevor gestrichen werden kann, müssen die Oberflächen und Regalböden vorbereitet werden. Alle zu streichenden Flächen werden abgeschliffen. Ich verwende für solche Arbeiten gerne den Schwingschleifer. Das geht schneller ist aber laut und macht viel Staub. Wenn du draußen arbeiten kannst ist das ideal. Mit Schleifpapier geht es aber auch, vor allem wenn dein Möbel in einem relativ guten Zustand ist. Angeblich musst du für eine Behandlung mit Kalkfarbe dein Möbel nicht schleifen - ich habe das aer (noch) nicht ausprobiert. Da ich auch keinen Shabby-Chic-Look erzeugen wollte (also nach dem Anstrich an ausgewählten Stellen wieder Farbe abschleifen) soll die Oberfläche glatt und sauber sein! Dann geht es ans Streichen. Die Farbe muss sehr schnell aufgetragen werden, weil sie schnell trocknet. Die trockene Oberfläche ist jetzt rauh und körnig. Für eine Möbeloberfläche viel zu rauh. 
Deshalb muss mit einem feinen Schleifpapier zwischen geschliffen werden. Da so aber wieder Farbe abgetragen wird, ist eine zweiter Anstrich notwendig. Zum Schluss mit einem extra feinen Schleifpapier schleifen. 

Die die Rückseite des Regals habe ich nur einmal gestrichen und geschliffen. Sie besteht aus dünner Spanplatte und ich befürchte die Oberfläche wird nicht schön.  Deshalb habe ich sie mit schönem, strukturierten Geschenkpapier in  Serviettentechnik beklebt. 
Bleibende Falten sind gewollt ;-)

Alle gestrichenen Oberflächen werden zum Schluss mit Holzwachs gewachst. Das schützt die Oberfläche und machst sie schön glatt. Bitte die Angaben des Herstellers beachten!

Hier der Vorher- Nachher Vergleich:
Schade dass du nicht darüber streichen kannst - das fühlt sich richtig gut an! 
Die erste Deko ist auch schon eingezogen!

Unbedingt nachmachen! Das ist sicher nicht mein letztes aufgemöbeltes Möbelstück!


Freitag, 24. April 2015

UNSER BALKON WIRD SCHÖN

Unser Balkon ist keine Schönheit. Er ist auch nicht wirklich nutzbar: klein, schmal und zur Straße raus! Aber ist das ein Grund ihn total zu ignorieren? Ich fand nicht und habe mich um ihn gekümmert. 

Das habe ich vor gefunden...
Moos, Müll, Gerümpel und der Lack war auch mehr als ab. Das musste fast alles erst mal weg! Dann sauber machen und Mooss abkrazen. Da Letzteres nicht sehr erfolgreich war und der Boden immer noch schrecklich oll aussah, habe ich mich kurzerhand entschieden einen Rasenteppich für draußen zu verlegen. Mal sehen ob das auf Dauer eine gute Idee war! 
Das Geländer habe ich kurz mit Stahlwolle abgeschliffen, um die losen Farbreste zu entfernen und dann mit einem Rostschutzlack in schwarz zweimal gestrichen.

Leider ist der Balkon so klein und die Straße darunter sooo laut, daß wir auf einen Sitzplatz verzichten müssen. Selbst an Sonntagen ist das keine echte Freude. Ein Sichtschutz erübrigt sich also auch!
Deshalb stellen wir nur ein Paar schöne Pflanzen und Kräuter raus. 
Auf die ersten eigenen Erdbeeren muss ich noch warten, aber die Clematis blüht schon!
 Viel Spaß beim Gärtnern!

Mittwoch, 22. April 2015

 

 

 

ANHÄNGLICH



Nicht vom Motiv abschrecken lassen!

Das Design ist nicht gerade kuschelig - aber der Beschenkte wird es hoffentlich mögen... . Denn das soll es werde: ein kleines (zusätzliches) Geburtstagsgeschenk. Und über Geschmack läßt sich ja immer wieder ausgiebig diskutieren. Die Totenkopf Phase ist offiziell vorbei, aber echte Fans kümmert das ja nicht. Und die Idee ist sicher mit anderer Farbe und Motiv für jeden etwas.
Du brauchst ein kleines Stück (dickeren) Filz, Textilfarbe deiner Wahl, einen feinen Pinsel, evtl. Moosgummi und eine Schraube mit großem Kopf, Bastelkleber für Filz, einen Schlüsselring. 


Schneide den Filz so zu, dass Vorder- und Rückseite deckungsgleich sind. Der Steg in der Mitte ist später für den Schlüsselring. 
Ich habe in die Mitte noch eine andersfarbige Filzplatte geklebt. Diese einmal in derselben Größe zuschneiden. 
Für das Motiv habe ich mir einen Stempel angefertigt. Das Motiv auf eine Stück Moosgummi übertragen - relativ grob - und auf eine große Schraube kleben. Das ergibt einen ganz brauchbaren Stempel. Mit Textilfarbe den Mossgummi einstreichen und den Filz bestempeln. Du siehst, dass klappt so lala. Deshalb ist es auch nicht notwendig das Motiv für den Stempel sehr detailiert auszuführen. Die groben Umrisse reichen vollkommen. 
Dann kommt die Feinarbeit mit dem Pinsel! 
Die Augenhöhlen habe ich mit schwarzer Plusterfarbe aufgemalt. 

Dann den Anhänger bei max. 150°C ca. 10 Min in den Backofen legen zum Fixieren der Textilfarbe. Bitte beachte die Herstellerangaben deiner Farbe! 

Dannach den Anhänger mit Zwischenlage zusammenkleben.

Schlüsselring einfädeln und fertig ist eine kleine selbstgemachte Aufmerksamkeit.







Freitag, 17. April 2015

PAPPE(N)STIL

Draussen wird es endlich immer grüner und bunter. Frische Bblumen auch im Haus sind eine unschlagbare Bereicherung. In den dunklen Ecken (oder auch für AllergikerInnen) aber nicht ganz unproblematisch.  Hole dir deine Blüten trotzdem herein -  auch wenn sie nur aus Papier sind...


Verwende etwas festeres Papier. Es sollte stabil aber nicht zu fest sein, so dass es sich noch leicht formen läßt. Tonpapier eignet sich in jedem Fall. Für jede fertige Blüte brauchst du zwei Blütenformen. Die werden später inneinandergeklebt, do dass die Blüte voller wird. Wie großn du deine Blüten machst ist ganz dir überlassen. die hier gezeigten haben einen Durchmesser von ca.8cm.

Du kannst eine so einfache Vorlage vergrößern, indem du sie zunächst auf ein kariertes Papier überträgst. Jedes Kästchen auf dem Papier entspricht 0,5cm x 0,5cm. Wenn du die Vorlage doppelt so groß haben möchtest, zeichne dir ein Raster in dem jedes Kästen 1cm x 1cm groß ist. In der rechten Abbildung ist jedes Kästchen 2cm x 2cm groß, die ursprüngliche Vorlage wurde also vervierfacht! Zeichne nun einfach in das große Kästchen genau das, was im kleinen Kästchen zu sehen ist und mit etwas Übung, kannst du so auch etwas kompliziertere Formen übertragen.

In die Mitte jeder Blume musst du nun ein Loch stanzen. Bei kleinen Blüten eignet sich dazu ein Locher, für meine größeren Blüten habe ich ein Locheisen verwendet. Achte dabei darauf, dass du eine schlagfeste Unterlage benutzt.

Jede Blüte wird nun an den eingezeichneten Linien eingeschnitten. Ein Schnitt führt bis zum mittig eingebrachten Loch, alle anderen reichen ca. bis zur Hälfte.
Die Blütenblätter werden nun einzeln nach außen über einen Zahnstocher oder Schaschlikspieß eingerollt. Das ergibt eine schöne, natürliche Wölbung.Es funktioniert allerdings nur, wenn das Papier nicht zu dick ist.
Jede Blüte wird nun zu einer Spitztüte geformt. Für die äußere Blüte überlappen ca. 1-2 Blütenblätter, für die innere Blüte ca. 2-3 Blütenblätter. In dieser Position jeweils zusammenkleben. Die spitzere "Tüte" in die weiter stecken, positionieren und zusammenkleben.

Für den Glanz und die Festigkeit habe ich die Blüten lackiert. Hierfür habe ich von der Firma DecoArt den sog. Aufstrichlack " Triple Gloss" verwendet. Das ist ein Hochglanzlach für Decopatch- Anwendungen, also für Papier sehr gut geeignet. 

Und wer doch lieber echte Blumen möchte - für Geschenk-verpackungen, z.B. zur Hochzeit eignen sich die Blüten sicher ausgezeichnet!
 

Mittwoch, 15. April 2015

DVDs AUFBEWAHREN

... das geht auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Nehmen wir einmal an du hast ca.150 DVDs. Wenn du alle in den Originalhüllen aufstellst, dann brauchst du ungefähr so viel Platz:
Im Regal
oder Türmchen bauen
































Platzverschwendung! Wenn zwei Haushalte zusammenkommen gibt es immer zu wenig Platz. Also ist das keine Lösung. Und sooo seltene Exemplare besitzen wir nicht, die später einmal für gaaanz viel Geld, aber nur mit Hülle verkauft werden können.  Also haben wir uns dafür entschieden: 
Da hat doch noch was Platz!


Ich konnte meinen Schatz übrigens sehr schnell überzeugen!